Regulärer Zeitraum 2026: 1.Nov bis 14. Mai

Portugiesische Feuerwehrkräfte vor einer Berglandschaft. Nível Alfa: Grundaufgebot zur Bekämpfung ländlicher Brände.
KI generiertes Bild

Alfa bezeichnet das ganzjährig bestehende Grundaufgebot des portugiesischen Systems zur Bekämpfung ländlicher Brände. Auch außerhalb der sommerlichen Verstärkungsphasen bleiben Einsatzstrukturen vorhanden. Brandbekämpfung und Hilfeleistung werden nicht zum Saisonende eingestellt.

Für Einwohner und Besucher ist entscheidend: Aus der Bezeichnung Alfa lässt sich keine Erlaubnis für offenes Feuer ableiten. Vor Gartenarbeiten, dem Verbrennen von Schnittgut oder einem Ausflug in ländliche Gebiete sollte deshalb die aktuelle örtliche Lage geprüft werden.

Praktischer Schwerpunkt in dieser Phase: Wer ein Grundstück betreut, sollte notwendige Arbeiten rechtzeitig planen und bei der Gemeinde klären, welche Vorgaben dafür gelten. Auch Zugezogene sollten sich mit den portugiesischen Begriffen vertraut machen: Das Verbrennen aufgeschichteter Pflanzenreste heißt queima de amontoados; eine flächige Verbrennung von Bewuchs wird als queimada bezeichnet. Dafür gelten unterschiedliche Verfahren.

 

Verhaltensregeln für alle Phasen

Die geltenden Vorgaben richten sich nach Ort, Tätigkeit und aktueller Lage. Sie gelten unabhängig davon ob man Einwohner oder Urlauber ist.

Die örtliche Brandgefahr prüfen

Das IPMA veröffentlicht den Perigo de Incêndio Rural nach Gemeinde. Die fünf Klassen heißen:

Portugiesische Brandgefahrenklassen und ihre deutsche Bedeutung
Portugiesisch Deutsch
Reduzido Gering
Moderado Mäßig
Elevado Hoch
Muito elevado Sehr hoch
Máximo Höchste Stufe

Zusätzliche Auflagen einer staatlich erklärten Situação de Alerta können über die gewöhnlichen Vorgaben hinausgehen. Deshalb sollten neben der Karte auch aktuelle behördliche Hinweise beachtet werden.

 

Feuer und Grundstücksarbeiten vorher klären

  • Das Verbrennen aufgeschichteter Pflanzenreste in ländlichen Gebieten erfordert ganzjährig eine vorherige Mitteilung oder Genehmigung.
  • Flächige queimadas benötigen eine kommunale Genehmigung und sind bei „muito elevado“ oder „máximo“ verboten.
  • Bei diesen beiden Gefahrenklassen gelten in ländlichen Gebieten unter anderem Verbote für Freizeitfeuer und Einschränkungen beim Grillen. Ein vorhandener Grillplatz ist keine pauschale Freigabe.
  • Auch Rauchen und der Einsatz bestimmter funkenerzeugender Geräte unterliegen dann Einschränkungen beziehungsweise Verboten. Für Maschinen bestehen teilweise besondere Ausnahmen und Sicherheitsanforderungen.
  • Gebietssperren beachten: Nicht jeder Wald ist automatisch gesperrt, aber bestimmte besonders ausgewiesene Flächen können betroffen sein.

Im Zweifel vor Beginn bei der Câmara Municipal nachfragen.

 

Bei einem Brand richtig handeln

Bei einem entdeckten Brand oder unmittelbarer Gefahr 112 anrufen. Den Standort möglichst genau nennen: Gemeinde, Ortschaft, Straße, markante Punkte oder GPS-Koordinaten. Bei Sprachproblemen gleich sagen, welche Sprache man spricht.

Nicht zum Brand fahren, um Fotos zu machen. Zufahrten für Einsatzkräfte freihalten, Straßensperren respektieren und Anweisungen befolgen.

Bei einer angeordneten Evakuierung keine Zeit mit unnötigem Gepäck verlieren und nicht zurückkehren, um Gegenstände zu holen. Wichtige Dokumente, notwendige Medikamente und Haustiere sollten bei der persönlichen Vorbereitung berücksichtigt werden.

Offizielle Informationen und aktuelle Lage

Unsere Buchempfehlung

 

Kann denn Fado fade sein

Das "Portugalbuch", das lange vergriffen war, ist nun wieder neu aufgelegt: erweitert, ergänzt, aktualisiert.