Kurz nach dem Jahreswechsel 2020/21 rutschte Portugal nach langen Monaten erfolgreicher Pandemie-Strategie dramatisch ab: Die Krankheitsfälle nahmen zu, Kliniken und vor allem Intensivstationen waren überfüllt, sogar die Bundeswehr entsandte eine Gruppe von Ärzten und Pflegern nach Lissabon.

Grund genug, dachte sich die Leiterin des Kinderchors "Wollmäuse" in Tecklenburg, mit Musik Trost zu spenden. Stephanie Müller-Bromley ist nämlich nicht nur Chorleiterin, sondern auch Anwältin mit einem Büro in Portugal - selbst wenn sie in der momentanen Situation nicht mehr allzu oft dorthin reist. Auch durch viele in Deutschland lebende Portugiesen wusste sie um die katastrophale Situation - und beschloss deshalb gemeinsam mit den Kindern, ein spezielles Lied einzustudieren und zu veröffentlichen: "Portugal, meu amigo". Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, denn die Produktion konnte nicht wie sonst einfach im Studio gemacht werden. Die Kinder sangen vielen jeweils zuhause. Alle waren mit Feuereifer dabei und das Lied wurde bei YouTube hochgeladen. Den Link dazu sandte Stephanie Müller-Bromley an mehrere Botschaften in Lissabon. 

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Es dauerte nur wenige Tage, bis alle großen portugiesische Zeitungen und TV-Sender die Geschichte erzählten und "Portugal, meu amigo" in fast jeder Radiostation des Landes zu hören war - die Portugiesen waren gerührt und begeistert über die Anteilnahme aus Deutschland. 

Covid-19. Coro de crianças na Alemanha compõe música de apoio a Portugal

A canção "Portugal, meu amigo!" é cantada em alemão e em português.

Mittlerweile geht es Portugal wieder besser - die Zahlen der an Covid-19-Erkrankten sind stark gesunken, das Land beginnt, die strikten Lockdown-Beschränkungen langsam zu lockern. Das musikalische Geschenk aus Deutschland hat die alte Freundschaft zwischen den beiden Ländern auch in den schlimmen Zeiten der Pandemie noch enger werden lassen.

 

Alles begann am 15. März 1974, als gegen 21 Uhr die Ehefrau eines der Kommandanten vor der Kaserne in Caldas da Rainha auftauchte und darum bat, ihrem Mann einen Brief zu überreichen. Wie sich später herausstellte, enthielt dieser den Aufruf, dass sich das 5. Infanterieregiment (5.IR) nach Süden in Richtung Lissabon aufmachen sollte, um dort den Flughafen zu besetzen. Nördlich gelegene Truppen seien bereits auf dem Weg. Schnell fällte man die Entscheidung, sich den Rebellen anzuschließen. Die diensthabenden Offiziere wurden überwältigt und alle, die als regimetreu galten, zusammen in einen Raum gepfercht. In der ganzen Kaserne breitete sich eine euphorische Stimmung aus. Nicht jeder war von dem Putsch begeistert, doch niemand hinderte die Kameraden an den Vorbereitungen.

Seit heute - Montag, den 2.3.2020 - ist der sogenannte "Corona-Virus" offiziell in Portugal angekommen. Auf einer Pressekonferenz teilten Gesundheitsministerium und die die Generaldirektion für Gesundheit (DGS - Direcção-Geral de Saúde) mit, dass zwei auf Covid-19 positiv getestete Patienten ins Krankenhaus eingeliefert wurden, und zwar in Porto ins Hospital de Santo António und ins Hospital de São João. 

Ständig aktualisierte Infos zu Covid-19 in Portugal gibt es auf der Site der DGS:

Die globale Lage
wird auf einer speziellen Seite der John Hopkins Universität ebenfalls ständig aktualisiert.

 

Es gibt dafür auch eine mobile Version

Infos in deutscher Sprache
ruft man am besten beim RKI (Robert-Koch-Institut ab: 

In den vergangenen 24 Stunden sind 15 neue Verdachtsfälle aufgetreten. Insgesamt wurden von bis jetzt 85 Fällen 73 negativ getestet, bei zwölf Patienten stehen die Ergebnisse aus. Zwei Patienten - siehe oben - sind jetzt positiv getestet worden.

Die portugiesischen Gesundheitsbehörde arbeitet eng mit Spanien zusammen - dort gibt es (Stand 1.3.2020) 84 positiv getestete gemeldete Fälle. Grund der engen Kooperation mit den spanischen Gesundheitsbehörden ist unter anderem der Schriftsteller Luís Sepúlveda: Er hatte am Festival Correntes de Escrita in Póvoa de Varzim teilgenommen und wurde mit dem neuen Coronavirus infiziert. Die DGS der Region Norte hat deshalb eine "epidemiologische Untersuchung" eingeleitet und sucht nach engen Kontakten des Schriftstellers; er hatte sich mit seiner Frau vom 18. bis 23. Februar in Portugal aufgehalten.

Seit Anfang April 2019 ist DECIR 2019 (Dispositivo Especial de Combate a Incêndios Rurais) in Kraft. Die Mittel zur Brandbekämpfung werden in diesem Jahr durch mehr Betriebs-, Fahrzeug- und Luftfahrtgeräte aufgestockt, vor allem in den letzten beiden Maiwochen, wenn die "Fase Bravo" beginnt (sehe unten). Dann werden gegenüber dem Vorjahr 288 weitere Teams, 294 Fahrzeuge und sechs Flugzeugen bereitgestellt - das entspricht einer Erhöhung um 21%.

Insgesamt stehen zur Brandbekämpfung damit 1761 Teams, 7606 Operativen, 1735 Fahrzeugen und 38 Löschflugzeuge bzw. Helikopter zur Verfügung. Zur kritischen Zeit der größten Brandgefahr, in "Fase Charlie" wird nochmals aufgestockt: Dann werden ab Juli bis September 11.492 operative Einsatzkräfte in 2653 Teams, insgesamt 2493 Fahrzeugen und 60 Löschflugzeuge/Helikopter im Einsatz sein. 

Zwischen 1155 und 1165 waren die beiden wichtigen portugiesischen Klöster Mosteiros de Santa Cruz in Coimbra und Alcobaça bestens mit den Mutterhäusern in Avignon und Citeaux, vernetzt - und ihnen gehörten die größten Bibliotheken des Landes.

Die Notwendigkeit einer akademischen Ausbildung wurde immer dringlicher und so kam es, dass im Jahr 1288 alle Kirchengemeinden von Vila Viçosa bis Santarém gemeinsam beschlossen, in Lissabon eine Akademie zu gründen. Sowohl die Dozenten wie auch die notwendigen Bücher wurden von den Klöstern in Alcobaça wie Coimbra gestellt.

In zwei historischen Dokumenten wird die Gründung der Universität bestätigt. In einem ist die Zustimmung und Absegnung durch den Papst Nikolaus IV. festgehalten, das andere ist ein Rundschreiben mit der Überschrift “Scientiani Thesaurus Mirabilis” vom 1. März 1290, das der König Dom Dinis an alle seine Untertanen verschickt hat.

Am 9. August 1290 schließlich wurde die Universität in Lissabon "o Studium Generale" von Papst Nikolaus IV. eingeweiht, und es gab damals vier Fachrichtungen: Kunst, Medizin, kanonisches Recht und Jurisprudenz.

2017 jährt sich zum hundertsten Mal das Wunder von Fátima. Nach dem französischen Lourdes ist Fátima der zweitgrößte Wallfahrtsort der katholischen Kirche. Papst Franziskus wird in diesem Jahr seine erste Auslandsreise an die portugiesische Stätte des berühmten "Sonnenwunders" machen. An zwei Tagen, dem 12. und 13. Mai, verweilt er in Fátima. 

 

Bereits drei Päpste haben Fátima besucht: Paul VI. pilgerte 1967 zur Grotte Cova da Iria.

Norbert Fiebig, Präsident des deutschen Reiseverbandes (DRV), bestätigte gegenüber Pedro Costa Ferreira, Präsident des portugiesischen Reiseverbandes (Associação Portuguesa das Agências de Viagens - APAVT), bei einem Treffen in Berlin, dass sich für das laufende Jahr gute Tendenzen ausmachen lassen. Ende Januar seien bereits

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Am morgigen Karfreitag wird in Ourém die Kreuzigung Jesus nachgestellt.
Circa 100 Schausteller sind an dieser Darstellung beteiligt, dessen Bühne das mittelalterliches Dorf Ourém ist. Die 14 Stationen der Kreuzigung wird mit Gebeten und religiösen

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Boa Cama Boa Mesa

Der neue Gastronomie- und Hotelführer Boa Cama Boa Mesa, der portugiesischen Zeitung Expresso, ist ab Freitag überall erhältlich.
Den begehrten Platinschlüssel erhielt Penha Longa Resort und die Platingabel ging an das Restaurant Feitoria. Laut Boa Cama Boa Mesa findet man in jeder Region

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Ab 4. bis 6.März 2016 - ein Muss für alle Freunde deftiger Genüsse:
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Anfang März hat das portugiesische Parlament ein neues Tierschutzgesetz beschlossen, das am 1. Mai 2017 in Kraft getreten ist.
Danach gelten Tiere nicht mehr als "Sache", sondern als "fühlende Lebewesen", die deshalb besonderen Schutz genießen. Das umfasst Haltung, Aufzucht und Umgang mit Tieren; die bisher gültige Praxis, dass jeder das Recht hatte, sich entlaufene Tier anzueignen oder solche, die "wildes" oder „bösartiges“ Verhalten zeigten, zu töten, entfällt komplett.

Wer unsachgemäßen Umgang mit Tieren beobachtet, kann dies melden: Zuständig ist die PSP - Polícia de Segurança Pubilca, die Abteilung Defesa Animal 
Tel. 21 765 42 42
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gute Infos zum Gesetz findet man im Blog des Rechtsanwalts Philippe Lafontaine (Lissabon).

Es ist wieder soweit: Heute (10. März 2017) beginnt das Internationale Schokoladenfestival in Óbidos - ein Muss für alle Liebhaber süßer "Sünden". 

Das Festival dauert bis 2. April 2017.
Eintritt für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren € 6,--, Kinder ab sechs bis 11 € 3,--, Kinder bis 6 Jahre (in Begleitung Erwchasener) haben freien Eintritt.
Geöffnet jeweils von Freitag bis Sonntag, im Schlosshof von Óbidos (Cerca de Castelo), jeweils 11 bis 20 Uhr

Einen unerwarteten und sensationellen Fund machten Archäologen in einer Höhle bei Aroeira/Lissabon: einen menschlichen Schädel, der - im Gegensatz zu manch anderen Funden - relativ genau datiert werden kann. Der Fund ist ca. 400.000 Jahre alt und stammt aus dem mittleren Pleistozän.


Die bisher ältesten Fossilien auf der iberischen Halbinsel kommen der Nähe von Burgos in Nordspanien (aus Atapuerca), Besonders interessant für die Forscher ist, dass es deutliche Hinweise drauf gibt, dass die Menschen dieser Zeit schon Feuer kannten und benutzten. In Aroreira wurden außerdem Tierreste und Steinwerkzeuge gefunden. Der 400.000 Jahre alte Schädel zählt in Europa zu den ältesten derartigen Fossilien, die jemals gefunden wurden.

Quelle: Zeit online

Seit 29. März 2017 hat der Flughafen von Madeira einen "Zusatznamen": nämlich den  des berühmtesten Sohns der portugiesischen Atlantikinsel, Fußballstar Cristiano Ronaldo (32), der für Real Madrid spielt, aber auch Kapitän der Nationalelf Portugals ist. Seit heute mittag landen Flugzeuge also auf dem "Internationalen Flughafen Madeira Cristiano Ronaldo". 

Bei Piloten ist Funchals Airport wegen seiner schwierigen Landungen und Seitenwinde berüchtigt:

Pinnwand

  • DECIR 2020: Brandbekämpfung in Portugal

    Seit Ende April 2019 ist DECIR 2020 (Dispositivo Especial de Combate a Incêndios Rurais) in Kraft. Wegen der Covid-19-Pandemie müssen in diesem Jahr besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. In den besonders gravierenden Phasen stehen knapp 12.000 Einsatzkräfte zur Verfügung. Das sind etwa 500 mehr als 2019. Nicht ausschließlich Feuerwehrleute zählen zu den EInsatzkräften, sondern auch Waldarbeiter, die Spezialeinheit für Katastrophenschutz, die Polizei für öffentliche Sicherheit und die GNR. Unterstützt werden sie mit bis zu 60 Löschflugzeugen/Hubschraubern. Seit Anfang Mai ist außerdem das nationale Netzwerk von Feuerwachttürmen aktiv: 77 Wachttürme sind in den Hochphasen des Brandrisikos besetzt.

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  • Brandrisiko und Feuerbekämpfung

    Wer in Urlaub in Portugal weilt oder ständig hier lebt, weiß um die jährlichen Feuergefahren und Waldbrände mit zum Teil verheerenden Auswirkungen für Mensch und Natur. Das Programm "DECIR" (Dispositivo Especial de Combate a Incêndios Rurais) wird jedes Jahr überprüft, aufgstockt und erneuert und versucht, der Brandgefahr Herr zu werden, 

    Seit Ende April 2020 ist DECIR 2020  in Kraft. Wegen der Covid-19-Pandemie müssen in diesem Jahr besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. In den besonders gravierenden Phasen stehen knapp 12.000 Einsatzkräfte zur Verfügung. Das sind etwa 500 mehr als 2019. Nicht ausschließlich Feuerwehrleute zählen zu den EInsatzkräften, sondern auch Waldarbeiter, die Spezialeinheit für Katastrophenschutz, die Polizei für öffentliche Sicherheit und die GNR. Unterstützt werden sie mit bis zu 60 Löschflugzeugen/Hubschraubern. Seit Anfang Mai ist außerdem das nationale Netzwerk von Feuerwachttürmen aktiv: 77 Wachttürme sind in den Hochphasen des Brandrisikos besetzt.

    In diesem Jahr gibt es die folgenden Stufen (nivel) der Alarmbereitschaft:

    PhaseBezeichnungZeitraumLöschflugzeuge/HelikopterEinsatzkräfte/Fahrzeuge
    Nivel 1 permanente 1.Januar bis 14. Mai 14 üblicherweise vorhandene
    Nivel 2 reforcado 15. Mai bis 31. Mai 37 8.402/1.968
    Nivel 3 reforcado 1. Juni bis 30. Juni 60 9.512/2.236
    Nivel 4 reforcado 1. Juli bis 30. September 60 11.825/2.654
    Nivel 3 reforcado 1. bis 15. Oktober 60 9.804/2.154
    Nivel 2 reforcado 16. bis 31. Oktober 41 üblicherweise vorhandene
    Nivel 1 permanente 1. November bis 31. Dezember 14 üblicherweise vorhandene

    Wer in besonders brandgefährdeten Regionen lebt/sich aufhält, bekommt eine Cell Broadcast Nachricht (wie eine SMS), wenn es zu erhöhtem Feuerrisiko kommt. In ihr gibt es einen Link zum Zivilschutz und den Warnhinweis, besonders achtsam wegen der Brandgefahr zu sein. Die Cell Broadcast Nachricht wird zweisprachig versendet: portugiesisch für nationale Mobilfunknummern und Englisch für alle anderen. 

    Jeder kann selbst nachsehen, wo und wie die Situation in Bezug auf Waldbrände los ist und zwar hier:

    Proteção Civil/Zivilschutz mit ständig aktualisierten Daten (in portugiesisch und englisch)
    Die Website fogos.pt bezieht ihre Daten ebenfalls vom Zivilschutz.

    Es gibt dazu außerdem eine App fürs Smartphone (Android/Apple), mit der man umfassend informiert ist. Nähere Infos dazu unten. 

    Aktuelle Karten zum Brandrisiko findet man bei der IPMA: 

    In der Menüleiste ganz rechts "Fogos rurais" anklicken und dann -> Madeira oder -> Festland auswählen. Die jeweilig tagesaktuelle Karte zeigt in fünf Farben das jeweilige Brandrisiko in den einzelnen Landkreisen Portugals an. Die Farbskala bedeutet: 

     

    Für die Europa-Warnung gibt es die Hinweise von EFFIS - European Forest Fire Information System 

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  • Homeschooling und was sich ändert

    In Portugal werden jährlich rund 700 Kinder zuhause unterrichtet, sei es durch einen Privatlehrer oder einen Elternteil.
    Die geplanten Änderungen, wurden bereits vor Bekanntmachung am 3. August 2021 hitzig diskutiert, vor allem, weil sich Eltern in ihren Freiheiten beschnitten fühlen.

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Kurioses

  • Zé do Telhado – Portugals Version des Robin Hood

    Portugals Robin Hood heißt Zé do Telhado und machte als Anführer einer kriminellen Bande von sich reden. Auch heute noch verehrt man ihn als Helden. Er gilt als einer der berühmtesten Räuber der Nachkriegszeit und ist vor allem im Norden Portugals bekannt.
    Geboren wurde er als José Teixeira da Silva am 22. Juni 1818 in Lugar do Telhado, einer kleinen Provinz Penafiels, einem Ort, nachdem er später auch benannt wurde und so in die Geschichte einging.
    Er lebte in ärmlichen Verhältnissen und verließ seine Familie bereits als 14-jähriger, um bei seinem Onkel das Handwerks des Tierpflegers und Kastrators zu erlernen. Dort verliebte er sich in seine Cousine, doch aufgrund seiner Armut, verweigerte der Onkel dem Paar seinen Segen.

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  • Wieso die Vornamen der Portugiesen auf der Liste stehen

    In jedem Land gibt es Vornamen, die erlaubt sind und welche die es nicht sind. Normalerweise haben die Eltern die Freiheit sich aus unzähligen bekannten Namen ein bis zwei auszusuchen, oder per Gutachten seinen Wunschnamen auf Eintragungsfähigkeit prüfen zu lassen. Im Regelfall werden lediglich die Namen, die von offizieller Seite nicht anerkannt werden aufgelistet. In Portugal ist es genau andersherum - denn für Portugiesen gilt, und nur für diese, nur wenn der Name in der Liste steht, ist er genehmigt und verwendbar. Daher ist es nicht sonderlich verwunderlich, dass man auf so viele Marias und Josés trifft, oder zum wiederholten Male verschiedene Mütter einen João rufen hört.

    Der Grund dafür ist sehr banal: Die Liste mit den erlaubten Namen war bis vor wenigen Jahren auf rein portugiesisch katholische Namen beschränkt und kaum jemand konnte daran rütteln.

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