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Edelfrau mit Ziegenfuß

Die Legende der Edelfrau mit dem Ziegenfuß

 

Von dieser Legende gibt es zwei Versionen: eine portugiesische, niedergeschrieben von Alexandre Herculano und eine englische des Vizegrafen Frederick Francis Stuart de Figanière.

Zunächst die portugiesische:

Dom Diogo Lopes, Edelmann von Biscaia, war gerade auf der Jagd in den Wäldern seiner Ländereien, als er plötzlich einen wunderschönen Gesang hörte. Verzaubert durch die liebliche Stimme versuchte er die Sängerin zu finden. Kurz darauf begegnete er einer jungen Frau und verliebte sich in sie. Er wollte sie unbedingt heiraten und so versprach er ihr nicht nur sein Herz, sondern auch seine Ländereien.  Die fremde Edeldame nahm den Antrag an, jedoch stellte sie ihm eine einzige Bedingung: Er dürfe sich unter keinen Umständen bekreuzigen. Überglücklich brachte er seine Braut

in ihr neues Zuhause. Einige Zeit später in seiner Burg fiel D. Diogo auf, dass der Fuß seiner Angebeteten dem einer Ziege glich, aber es machte ihm nichts. Ihre Schönheit machte diesen Makel wett und so fand die Hochzeit trotzdem statt. Sie führten eine sehr glückliche Ehe, aus der auch zwei Kinder hervorgingen: Inigo Guerra und Dona Sol.

Als Dom Diogo eines Tages von einer erfolgreichen Jagd zurück kam, übergab er seinem Hund einen großen Knochen des frisch erlegten Wildschweins zur Belohnung. Doch die schwarze Podengohündin seiner Gemahlin sprang plötzlich auf Diogos Jagdhund zu, zerfleischte ihn und schnappte sich den Wildschweinknochen. Entsetzt von der Grausamkeit des Tieres, das sich nun blutverschmiert und friedlich seine Beute schmecken ließ, bekreuzigte er sich. Just in diesem Augenblick schrie seine Frau unter Schmerz auf und erhob sich in die Luft. Zusammen mit ihrer Tochter Dona Sol schwebte sie aus dem geöffneten Fenster hinaus und waren nie wieder gesehen.

Ohne viel Zeit verstreichen zu lassen, eilte der Edelmann hinaus und suchte ohne Umwege einen Pfarrer auf und beichtete diesem alles. Der Pfarrer teilte ihm mit, dass er exkommuniziert sei und er Buße ableisten müsse. Dazu solle er sich in der Schlacht mit den Mauren beweisen, schließlich habe er so viele Jahre lang in Sünde gelebt. D. Diogo zog in die Schlacht, wurde aber in Toledo gefangen genommen. Seinem Sohn Inigo fiel keine Lösung ein, wie er den Vater befreien sollte, und so machte er sich auf, seine Mutter zu suchen, von der die einen behaupteten, sie hätte sich in eine Fee verwandelt, und die anderen, in einen Geist.

Die Mutter entschied sich dem Sohn zu helfen und gab ihm ein Maultier. Auf ihm sollte Inigo nach Toledo reiten. Dort angekommen öffnete das Tier mit einem Tritt die Gefängnistür und befreite den Vater. Schnell flüchteten die beiden auf dem Rücken des Maulesels - bis zu einer Kreuzung. Dort blieb er wie angewurzelt stehen, und man hörte die Stimme der verschwundenen Edelfrau, die das Tier anwies, das Kreuz zu meiden.

D. Diogo, der die Stimme seiner Frau nach so langer Zeit wieder hörte und nicht ahnte, dass sein Sohn die Mutter um Hilfe gebeten hatte, bekreuzigte sich. Augenblicklich bockte das Tier und warf beide Reiter auf den Boden. Die Erde bebte und tat einen tiefen Spalt aus, aus dem die Flammen der Hölle loderten und das Maultier mit Haut und Haar verschlangen. Vater und Sohn fielen bei diesem Anblick in Ohnmacht. 

In den wenigen Jahren, die D. Diogo noch verblieben, besuchte er täglich die Messe und legte wöchentlich die Beichte ab. D. Inigo, sein Sohn, betrat niemals eine Kirche und man munkelte, dass er einen Pakt mit dem Teufel hätte, da er nie eine Schlacht verlor.

Quelle: A dama com pé de cabra

 

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