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Coca/Coco - Der Kinderschreck

Die schwarze Frau/Mann

 

Es ranken sich zahlreiche Mythen um dieses Fabelwesen. Es wurde früher oft dazu verwendet, um ungehorsamen Kindern Angst einzujagen.
In Portugal existiert der "schwarze Mann" sowohl als weibliche wie auch männliche Version. Beide, die "coca" und der "coco", sind körperlos und eine Art Geistererscheinung. Lediglich der Kopf gleicht einem ausgehöhlten Kürbis, aus dem Feuer durch die Augen und Mundöffnung lodert.

Die coca hielt auf den Dächern Ausschau nach unartigen Kindern, um ihnen Schreckliches anzutun. Währenddessen schlich der coco durch die dunklen Gassen, in der Hoffnung eines dieser Kinder zu erwischen und

mit Leib und Seele aufzufressen.

“Vai-te coca vai-te coca
Para cima do telhado
Deixa dormir o menino
Um soninho descansado.”

"Geh weg coca, geh weg coca
Hinauf aufs Dach
Lass das Kindlein
schlafen in seeliger Ruh."

Auch heute noch feiert man in Nordportugal das Fest der Coca. Dabei wird sie als großer Drachen dargestellt. Das Dorf Monção ist die Geburtstätte dieses Mythos und immer an Fronleichnam sieht man den Drachen mit den Heiligen Georg kämpfen. Es gibt Belege, dass das Fest der Coca seit dem 16. Jahrhundert hier gefeiert wird.

Haben SIe übrigens gewusst, dass coco im Spanischen (und das liegt ja nun gar nicht so weit von Nordportugal entfernt) unter anderem so viel wie "Gespenst" oder "Kinderschreck" bedeutet und mit der Kokosnuss zusammenhängen soll? Denn wenn man eine Kokosnuss umdreht, kann man auf der faserigen Hüller ein Gesicht mit zwei Augen und einem Mund erkennen.

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