Leben in Portugal

Infos und Tipps zu Urlaub, Auswandern und Alltag in Portugal von Nord bis Süd

RSS - Leben in Portugal

Was hat der griechische Held Odysseus mit Portugal zu tun?

Was hat der griechische Held Odysseus mit Portugal zu tun?

 

Im Jahr 1215 v. C. soll in Lusitanien König Gargoris regiert haben. Er lebte vor allem im sehr fruchtbaren Land nahe des Tejoflusses, seine naturverbundenen Untertanen ernährten sich hauptsächlich von Landwirtschaft und Jagd. Von den Göttern erhielt König Gargoris die Gabe, Honig herzustellen: daher sein Beiname Melícola (mel = Honig).
Eines Tages legte Odysseus von Ithaka auf seinen Reisen auch im Hafen von König Gargoris an, um sich mit Proviant zu versorgen. Natürlich durfte der berühmte Honig nicht fehlen. Der griechische Held ging an Land, um dem König seine Aufwartung zu machen. Dabei traf Odysseus auf die wunderschöne Calipso, die einzige Tochter des Königs. Er verführte das Mädchen, die beiden verliebten sich und vergaßen die Welt um sich herum. Erst Wochen später wurden die beiden Liebenden entdeckt, und zwar von einigen Jägern auf dem Streifzug durch die Wälder. Alsbald erfuhr der König von Odysseus' unehrenhaften Verhalten und dass er die Prinzessin verführt hätte.  Rasend vor Zorn befahl Gorgoris den Tod des Griechen. Doch Odysseus gelang die Flucht, er ließ die schwangere Prinzessin alleine zurück.
Einige Zeit später gebar Calipso einen Sohn. Der König befahl ihr, das Kind auszusetzen. Behutsam legte sie das Kind in einen Korb, flüsterte ihm zu, dass sein Name Ábidis sei und küsste ihn zum Abschied. An dieser Stelle, wo sie ihn geküsste hatte, färbte

sich die Haut am Arm rot und nahm die Form einer Blüte an. Dann wurde der Säugling zum Tejo gebracht und den Fluten übergeben. Lange Zeit trieb der Korb im Fluss umher,  bis er an einer flacheren Stelle strandete.
Nach einiger Zeit näherte sich ein Rudel Wölfe, das dort seinen Durst stillen wollte. Eins der Tiere zog den Korb an Land und versorgte das Baby mit Milch. So wuchs Ábidis unter Wölfen im Walde auf.
Zwanzig Jahre vergingen und König Gargoris lag im Sterben. Er war traurig, dass er keinen legitimen Erben hatte, der sein Königreich erben würde. Da erzählten ihm Jäger, dass sie einen wunderschönen jungen Mann in den Wäldern gesehen hätten. Der König bestand darauf, dass man diesen jungen Mann an den Hof brächte. Calipso sah sofort das Mal dessen Arm und erkannte ihren Sohn.  König Gargoris bat seine Tochter um Vergebung und erkannte Ábidis als Enkel und Erben an.
Ábidis regierte viele Jahre lang weise und gerecht. Auf einer Anhöhe des Waldes, in dem Ábidis mit den Wölfen gelebt hatte und  aufgewachsen war, ließ er eine Stadt bauen. Er nannte sie "esca-ábidis", was soviel bedeutet wie: die Wonne des Ábidis. Später unter romanischer Hand benannte man den Ort in scallabis um. Heute kennen wir es unter dem Namen Santarém.

Quelle: Lende de Santarém

Kann denn Fado fade sein

Das "Portugalbuch", das lange vergriffen war, ist nun wieder neu aufgelegt: erweitert, ergänzt. aktualisiert. 

Kalender

Letzten Monat Oktober 2018 Nächsten Monat
M D M D F S S
week 40 1 2 3 4 5 6 7
week 41 8 9 10 11 12 13 14
week 42 15 16 17 18 19 20 21
week 43 22 23 24 25 26 27 28
week 44 29 30 31

Aktuell sind 1307 Gäste und keine Mitglieder online

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen