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"Ziviler Notstand" wegen Feuergefahr

Seit Freitag, 18. August 2017, 14 Uhr bis Montag 24 Uhr gilt für einige Regionen Portugals vorsorglich der "öffentlichen Notstand"  (estado de calamidade pública). Grund dafür ist die Wettervorhersage, die für dieses Wochenende sehr hohe Temperaturen bis zu 40 Grad prognostizieren und daraus resultierend eine stark erhöhte Feuergefahr. 

Betroffen vom öffentlichen Notstand sind landesweit 155 Landkreise, vor allem im Inland von Nord- und Mittelportugal sowie  die Algarve. Im Süden ist vor allem im Hinterland das höchste Brandrisiko zu verzeichnen.  

Folgende Landkreise stehen unter der Notstandsgesetzgebung:

  • alle Landkreise der Distrikte Bragança, Castelo Branco, Guarda, Vila Real und Viseu,
  • im Distrikt Aveiro: Águeda, Arouca, Castelo Paiva, Sever do Vouga und Vale de Cambra;
  • im Distrikt Beja: Almodôvar, Mértola e Odemira;
  • im Distrikt Braga: Amares, Cabeceiras Basto, Celorico Basto, Fafe, Póvoa de Lanhoso, Terras Bouro, Vieira do Minho, Vila Verde und Vizela;
  • im Distrikt Coimbra: Arganil, Condeixa-a-Nova, Góis, Lousã, Miranda do Corvo, Oliveira do Hospital, Pampilhosa da Serra, Penacova, Penela, Tábua und Vila Nova de Poiares;
  • im Distrikt Faro: Alcoutim, Aljezur, Castro Marim, Lagos, Loulé, Monchique, Portimão, S. Brás Alportel, Silves, Tavira und Vila do Bispo;
  • im Distrikt Leiria: Alvaiázere, Ansião, Castanheira Pera, Figueiró dos Vinhos, Porto Mós und Pedrógão Grande;
  • im Distrikt Portalegre: Castelo Vide, Gavião, Marvão, Nisa und Ponte Sor;
  • im Distrikt Porto: Amarante, Baião, Felgueiras, Gondomar, Lousada, Marco deCanaveses, Paredes, Penafiel, Santo Tirso, Trofa und Valongo;
  • im Distrikt Santarém: Abrantes, Alcanena, Chamusca, Constância, Ferreira do Zêzere, Mação, Ourém, Rio Maior, Sardoal, Tomar und Vila Nova da Barquinha;
  • im Distrikt Viana do Castelo: Arcos Valdevez, Caminha, Melgaço, Monção, Paredes Coura, Ponte da Barca, Ponte Lima und Valença;

An der Algarve sind also lediglich fünf Bezirke nicht betroffen, nämlich Albufeira, Faro, Olhao und Vila Real de Santo António - hier gibt es "nur" ein "erhöhtes Brandrisiko". Alle anderen Gemeinden im Süden haben den Status "sehr hohe" bzw. "höchste Feuergefahr". 

Im Hinterland der Algarve ist die Feuerwehr deshalb personell und materiell aufgerüstet worden. Es sind 86 Feuerwehrleute mit 23 Fahrzeugen sowie zwei Maschinen zur Luftunterstützung zusätzlich eingesetzt. Stationiert wird diese Verstärkung in Barranco Velho, Alferce (Landkreis Monchique), Bensafrim und Santa Catarina da Fonte de Bispo.

Mit der Ausrufung des öffentlichen Notstands wird sichergestellt, dass erweiterte Maßnahmen möglich sind, beispielsweise

  • die erhöhte Alarm- und Einsatzbereitschaft von Feuerwehr, GNR, PSP und Militär,
  • die Möglichkeit der Verpflichtung ziviler Helfer,
  • Einschränkungen im Verkehr (Zugang, Bewegung und Aufenthalt auf Waldwegen, in bestimmten Gebieten und Zufahrtsstraßen)
  • das Verbot von Feuerwerk
  • das Verbot zum Einsatz von benzinbetriebener Landmaschinen (inkl. Traktoren, Motorsagen und -sensen etc.)
  • das Verbot von Forstarbeiten, die mittels motorbetriebener Maschinen/Geräte ausgeführt werden
  • das Verbot der Jagd (auch Sportschützen) in den betroffenen Reginen

Genauere Infos/Verlautbarungen dazu:

Quellen: 
Visão 
Sábado 
Observador 
Sulinfomação

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