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  • 25. April 1974 - Die Nelkenrevolution

    Die Revulação dos Cravos – die Nelkenrevolution – wird in Portugal oft auch einfach nur „25. April“ (25 de Abril) genannt. Jeder Portugiese weiß, was damit gemeint ist.

    Nelkenrevolution

    Die „Bewegung der Streitkräfte“ ( Movimento das Forças Armadas – kurz MFA) war entstanden aus einem Zusammenschluss junger Offiziere, die im Krieg in den Kolonien eingesetzt wurden waren. Ihrer Hauptforderung nach dem sofortigen Ende dieses „schmutziges Krieges“ wollten sie nun endlich mit Nachdruck durchsetzen. Als Spínola und der Generalstabschef im März 1974 ihrer Ämter enthoben wurden und es außerdem Gerüchte über geplante Verhaftungen gab, war der Putsch nicht mehr aufzuhalten. 

    Kurz vor 23 Uhr am Mittwoch, den 24. April 1974, wurde im portugiesischen Rundfunk ein Liebeslied gespielt: „Nach dem Abschied“ (E Depois do adeus) – das Signal für die Truppen, sich in Bewegung zu setzen. Unblutig gelang es, den katholischen Sender Rádio Renascença in Besitz zu nehmen. Von dort wurde um 0:30 am 25. April das Lied ausgestrahlt, das für das portugiesische Volk das Signal für die Befreiung von der Diktatur geworden ist: Grândola vila morena“ („Grândola gebräunte Stadt“). 

    Der komplette Beitrag: April 1974: Die Nelkenrevolution

  • Edelfrau mit Ziegenfuß

    Die Legende der Edelfrau mit dem Ziegenfuß

     

    Von dieser Legende gibt es zwei Versionen: eine portugiesische, niedergeschrieben von Alexandre Herculano und eine englische des Vizegrafen Frederick Francis Stuart de Figanière.

    Zunächst die portugiesische:

    Dom Diogo Lopes, Edelmann von Biscaia, war gerade auf der Jagd in den Wäldern seiner Ländereien, als er plötzlich einen wunderschönen Gesang hörte. Verzaubert durch die liebliche Stimme versuchte er die Sängerin zu finden. Kurz darauf begegnete er einer jungen Frau und verliebte sich in sie. Er wollte sie unbedingt heiraten und so versprach er ihr nicht nur sein Herz, sondern auch seine Ländereien.  Die fremde Edeldame nahm den Antrag an, jedoch stellte sie ihm eine einzige Bedingung: Er dürfe sich unter keinen Umständen bekreuzigen. Überglücklich brachte er seine Braut

  • Coca/Coco - Der Kinderschreck

    Die schwarze Frau/Mann

     

    Es ranken sich zahlreiche Mythen um dieses Fabelwesen. Es wurde früher oft dazu verwendet, um ungehorsamen Kindern Angst einzujagen.
    In Portugal existiert der "schwarze Mann" sowohl als weibliche wie auch männliche Version. Beide, die "coca" und der "coco", sind körperlos und eine Art Geistererscheinung. Lediglich der Kopf gleicht einem ausgehöhlten Kürbis, aus dem Feuer durch die Augen und Mundöffnung lodert.

    Die coca hielt auf den Dächern Ausschau nach unartigen Kindern, um ihnen Schreckliches anzutun. Währenddessen schlich der coco durch die dunklen Gassen, in der Hoffnung eines dieser Kinder zu erwischen und

  • Die Legende der "Schwanzflosse" - Rabo do Peixe

    Die Legende der "Schwanzflosse" - Rabo do Peixe

     

    Im 15. Jahrhundert begannen die Menschen, die Azoreninsel São Miguel zu besiedeln. An der Nordseite der Küste unweit des Strandes ließen sich einige Fischer und ihre Familien nieder.

    Eines Tages trafen sich einige der Männer am Anlegesteg und berieten darüber, wie sie ihre Gemeinde nennen sollten.
    Man war sich nicht einig, jeder hatte für seinen Namensvorschlag gute Argumente. Während die Männer verschiedene Namen und Gründe in die Runde einwarfen, tauchte plötzlich eine kleine Schwanzflosse im Wasser auf.

  • Was hat der griechische Held Odysseus mit Portugal zu tun?

    Was hat der griechische Held Odysseus mit Portugal zu tun?

     

    Im Jahr 1215 v. C. soll in Lusitanien König Gargoris regiert haben. Er lebte vor allem im sehr fruchtbaren Land nahe des Tejoflusses, seine naturverbundenen Untertanen ernährten sich hauptsächlich von Landwirtschaft und Jagd. Von den Göttern erhielt König Gargoris die Gabe, Honig herzustellen: daher sein Beiname Melícola (mel = Honig).
    Eines Tages legte Odysseus von Ithaka auf seinen Reisen auch im Hafen von König Gargoris an, um sich mit Proviant zu versorgen. Natürlich durfte der berühmte Honig nicht fehlen. Der griechische Held ging an Land, um dem König seine Aufwartung zu machen. Dabei traf Odysseus auf die wunderschöne Calipso, die einzige Tochter des Königs. Er verführte das Mädchen, die beiden verliebten sich und vergaßen die Welt um sich herum. Erst Wochen später wurden die beiden Liebenden entdeckt, und zwar von einigen Jägern auf dem Streifzug durch die Wälder. Alsbald erfuhr der König von Odysseus' unehrenhaften Verhalten und dass er die Prinzessin verführt hätte.  Rasend vor Zorn befahl Gorgoris den Tod des Griechen. Doch Odysseus gelang die Flucht, er ließ die schwangere Prinzessin alleine zurück.
    Einige Zeit später gebar Calipso einen Sohn. Der König befahl ihr, das Kind auszusetzen. Behutsam legte sie das Kind in einen Korb, flüsterte ihm zu, dass sein Name Ábidis sei und küsste ihn zum Abschied. An dieser Stelle, wo sie ihn geküsste hatte, färbte

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