Seit kurzem läuft im Deutschlandfunk wieder eine Sendereihe zu Portugal. Diesmal zur politischen Lage - genauer: den (Hinter)Gründen, warum Rechtspopulisten in Portugal wenig Erfolg haben.
Unter anderem liegt das - so der Beitrag vom 30. April 2019 - wohl am Staatspräsidenten: "Marcelo Rebelo de Sousa ist so beliebt wie kaum ein anderer Politiker in der portugiesischen Geschichte. Er liebt das Bad in der Menge – und versteht seine Volksnähe auch als Vorbeugung gegen Populisten und Radikale."
Teil1: Schwache Rechtspopulisten, starke Kommunisten

Teil 2: Der Präsident ist stets präsent

Staatspräsident Sousa mit Selfie im Strandbad

Teil 3: Alvito - EIn Dorf sehnt sich nach Migranten

Teil 4: Ungültig wählen als Protestakt

Teil 5: Chega - Neue rechte Partei wartet auf Erfolg

Die Legende der Edelfrau mit dem Ziegenfuß

 

Von dieser Legende gibt es zwei Versionen: eine portugiesische, niedergeschrieben von Alexandre Herculano und eine englische des Vizegrafen Frederick Francis Stuart de Figanière.

Zunächst die portugiesische:

Dom Diogo Lopes, Edelmann von Biscaia, war gerade auf der Jagd in den Wäldern seiner Ländereien, als er plötzlich einen wunderschönen Gesang hörte. Verzaubert durch die liebliche Stimme versuchte er die Sängerin zu finden. Kurz darauf begegnete er einer jungen Frau und verliebte sich in sie. Er wollte sie unbedingt heiraten und so versprach er ihr nicht nur sein Herz, sondern auch seine Ländereien.  Die fremde Edeldame nahm den Antrag an, jedoch stellte sie ihm eine einzige Bedingung: Er dürfe sich unter keinen Umständen bekreuzigen. Überglücklich brachte er seine Braut

Die schwarze Frau/Mann

 

Es ranken sich zahlreiche Mythen um dieses Fabelwesen. Es wurde früher oft dazu verwendet, um ungehorsamen Kindern Angst einzujagen.
In Portugal existiert der "schwarze Mann" sowohl als weibliche wie auch männliche Version. Beide, die "coca" und der "coco", sind körperlos und eine Art Geistererscheinung. Lediglich der Kopf gleicht einem ausgehöhlten Kürbis, aus dem Feuer durch die Augen und Mundöffnung lodert.

Die coca hielt auf den Dächern Ausschau nach unartigen Kindern, um ihnen Schreckliches anzutun. Währenddessen schlich der coco durch die dunklen Gassen, in der Hoffnung eines dieser Kinder zu erwischen und

Die Legende der "Schwanzflosse" - Rabo do Peixe

 

Im 15. Jahrhundert begannen die Menschen, die Azoreninsel São Miguel zu besiedeln. An der Nordseite der Küste unweit des Strandes ließen sich einige Fischer und ihre Familien nieder.

Eines Tages trafen sich einige der Männer am Anlegesteg und berieten darüber, wie sie ihre Gemeinde nennen sollten.
Man war sich nicht einig, jeder hatte für seinen Namensvorschlag gute Argumente. Während die Männer verschiedene Namen und Gründe in die Runde einwarfen, tauchte plötzlich eine kleine Schwanzflosse im Wasser auf.

Was hat der griechische Held Odysseus mit Portugal zu tun?

 

Im Jahr 1215 v. C. soll in Lusitanien König Gargoris regiert haben. Er lebte vor allem im sehr fruchtbaren Land nahe des Tejoflusses, seine naturverbundenen Untertanen ernährten sich hauptsächlich von Landwirtschaft und Jagd. Von den Göttern erhielt König Gargoris die Gabe, Honig herzustellen: daher sein Beiname Melícola (mel = Honig).
Eines Tages legte Odysseus von Ithaka auf seinen Reisen auch im Hafen von König Gargoris an, um sich mit Proviant zu versorgen. Natürlich durfte der berühmte Honig nicht fehlen. Der griechische Held ging an Land, um dem König seine Aufwartung zu machen. Dabei traf Odysseus auf die wunderschöne Calipso, die einzige Tochter des Königs. Er verführte das Mädchen, die beiden verliebten sich und vergaßen die Welt um sich herum. Erst Wochen später wurden die beiden Liebenden entdeckt, und zwar von einigen Jägern auf dem Streifzug durch die Wälder. Alsbald erfuhr der König von Odysseus' unehrenhaften Verhalten und dass er die Prinzessin verführt hätte.  Rasend vor Zorn befahl Gorgoris den Tod des Griechen. Doch Odysseus gelang die Flucht, er ließ die schwangere Prinzessin alleine zurück.
Einige Zeit später gebar Calipso einen Sohn. Der König befahl ihr, das Kind auszusetzen. Behutsam legte sie das Kind in einen Korb, flüsterte ihm zu, dass sein Name Ábidis sei und küsste ihn zum Abschied. An dieser Stelle, wo sie ihn geküsste hatte, färbte

Die Revulação dos Cravos – die Nelkenrevolution – wird in Portugal oft auch einfach nur „25. April“ (25 de Abril) genannt. Jeder Portugiese weiß, was damit gemeint ist.

Nelkenrevolution

Die „Bewegung der Streitkräfte“ ( Movimento das Forças Armadas – kurz MFA) war entstanden aus einem Zusammenschluss junger Offiziere, die im Krieg in den Kolonien eingesetzt wurden waren. Ihrer Hauptforderung nach dem sofortigen Ende dieses „schmutziges Krieges“ wollten sie nun endlich mit Nachdruck durchsetzen. Als Spínola und der Generalstabschef im März 1974 ihrer Ämter enthoben wurden und es außerdem Gerüchte über geplante Verhaftungen gab, war der Putsch nicht mehr aufzuhalten. 

Kurz vor 23 Uhr am Mittwoch, den 24. April 1974, wurde im portugiesischen Rundfunk ein Liebeslied gespielt: „Nach dem Abschied“ (E Depois do adeus) – das Signal für die Truppen, sich in Bewegung zu setzen. Unblutig gelang es, den katholischen Sender Rádio Renascença in Besitz zu nehmen. Von dort wurde um 0:30 am 25. April das Lied ausgestrahlt, das für das portugiesische Volk das Signal für die Befreiung von der Diktatur geworden ist: Grândola vila morena“ („Grândola gebräunte Stadt“). 

Der komplette Beitrag: April 1974: Die Nelkenrevolution

DECIR 2018 (Dispositivo Especial de Combate a Incêndios Rurais)

 

Für die zu erwartende Brandgefahr in den kommenden Monaten wird der Zivilschutz in Portugal aufgerüstet. Nicht nur eine größere Anzahl an Feuerwehrleuten und -fahrzeugen kommen zum Einsatz, auch die Unterstützung durch Hubschrauber und Löschflugzeuge wird stark erweitert. 

Quellen: 
Observador
Públicoúblico

Wie das kleine Dorf "Ponte do Rol", unweit von Torres Vedras, zu seinem Namen kam...

 

Die Geschichte beginnt damit, dass ein Fluss, den wir heute unter dem Namen "Rio Sizandro" kennen, unweit von Torres Vedras, das Leben der Dorfbewohner massiv erschwerte. Die fruchtbaren Böden auf der anderen Flußseite waren für die Dorfbewohner unerreichbar. Die Menschen wünschten sich nichts sehnlicher als endlich eine Brücke (pt: ponte) bauen zu dürfen, doch dazu benötigten sie das Einverständnis des Königs.

Eines Tages ging die Nachricht herum, dass der König die reiche Stadt Torres Vedras, sowie die nähere Umgebung besuchen würde, um sich ein besseres Bild von seinen Ländereien und den Bürger und ihren Bedürfnissen zu machen. 

Schnell organisierten sich die Dorfbewohner und verfassten eine Petition, damit der König die langersehnte Brücke genehmigen möge. Und als der König auch das kleine Dorf besuchte, baten sie um eine Audienz, damit sie dem König ihr Anliegen vortragen könnten.
Der König hörte aufmerksam zu, dann wandte er sich seinem Minister zu und teilte ihm mit: "Colocai este pedido no rol." Was soviel heißt wie: setze diese Bitte auf die Liste.
Seither wird dieses Dorf "Ponte do Rol" genannt.

Das Ausbildungszentrum für Hotelerie und Tourismus in Porto (EHTP) jat eine neue Aktion gestartet: Das Event "O Porto e A Arte de Bem Receber" (zu deutsch etwa: "Porto und die Kunst des freundlichen Willkommens") findet am 6. Mai 2016 statt.
Hauptanliegen ist es Spenden für die Instituition "Comunidade Paulo Vallada" zu sammeln, einen Zufluchtsort für junge Mütter und ihre Kindern. Ihnen soll eine bessere Zukunft ermöglicht werden. Die Absolventen der "Escola de Hotelaria e Turismo do Porto" laden zu einem Begrüßungsdrink und einem thematischem Abendessen laden ein.

 

 

 

Die "Mittelmeerküche" oder "mediterrane Diät" ist eine Ernährungsweise, welche von der UNESCO im November 2010 als Weltkulturerbe eingestuft wurde. Seit 2013 gehören neben den Mittelmeer-Anrainerstaaten auch Portugal,  Kroatien und Zypern zu diesem immatieriellen Kulturerbe.
Nirgendwo sonst in Portugal wird dies so deutlich gelebt wie an der Algarve. Hier beschränkt sich dies aber nicht nur auf die kulinarischen

Jeder kennt die diversen portugiesischen filigranen Schmuckstücke. Was nur wenige wissen ist, dass die Herstellung fast ausschließlich in Gondomar, Nordportugal, erfolgt.
Dort befinden sich zahlreiche familiengeführte Goldschmiedwerkstätten, die ihre Traditionen von einer Generation in die nächste weitergeben.
Nun hat die Stadt Gondomar erstmals seine Pforten für Touristen geöffnet und die "Filigrane Route" eröffnet.

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Jedes Jahr ein buntes Erlebnis, für das viele Besucher nach Madeira fliegen.
Und so war es im vergangenen Jahr: 

In Ferreiros de Avões (etwa 350 Kilometer nördlich von Lissabon) ist es am Dienstagabend in einer Feuerwerksfabrik zu mehreren Explosionen gekommen. Dabei starben mindestens fünf Menschen. Drei weitere Personen sind noch vermisst. Die Fabrik wurde durch die Explosionen und den folgenden Großbrand völlig zerstört. 

Quellen:
n-tv
Spiegel online
tvi24
Jornal de Notícias

Das Porto für Standardpostsendungen steigen ab 4. April 2017:

 Postkarte/Brief
 national unter 20 g 
früher:
0,47 € 
jetzt:
0,50 €
 Sendungen zwischen
 20 und 50 g
früher:
0,60 €
jetzt:
0,65 €
 Sendungen zwischen
 50 und 100 g
 früher:
0,75 €
jetzt:
0,80 €

Quellen: 
ESA 
CTT

Mitte April wurden die Einsatzpläne 2017 zur Feuerbekämpfung vorgestellt: DECIF 2017.

Die genaueren Einzelheiten: 

Kultur

Reportagereihe im Deutschlandfunk: "Portugal wählt"

Am 6. Oktober 2019 finden in Portugal die Parlamentswahlen statt. Alle 230 Sitze in der Versammlung der Republik sind neu zu besetzen. Im Deutschlandfunk gibt es unter der Rubrik "Europa heute" eine mehrteilige Reihe dazu. 

Portugal in den 1940er Jahren: Reihe im Deutschlandfunk

Portugal hatte im zweiten Weltkrieg einen neutralen Status inne - zumindest offiziell. Das führte dazu, dass Lissabon nicht nur als sicherer Hafen galt, wo Tausende auf die Passage nach Übersee warteten. Sondern es war auch Anlaufstelle und Sammelbecken für verfolgte Intellektuelle, Schriftsteller und jüdische Flüchtlinge aus ganz Europa. Dazu kamen noch die Agenten diverser Geheimdienste aus Großbritannien, Frankreich, den USA und Russland,, ja auch aus Nazi-Deutschland, die sich in der portugiesischen Hauptstadt tummelten.

"Die Spuren" - so schreibt Tilo Wagner, Autor des Deutschlandfunks - "sind in der Stadt heute noch zu finden." In fünf Teilen schildert er das Leben in Portugal in den 1940er Jahren.

Teil  1: Lissabon, Stadt der Schlapphüte

 Teil 2: Als Deutsche in Lissabon

 Teil 3: Wie man mit Visa Leben rettet

 Teil 4: Das Dorf der blonden Frauen

 Teil 5: Eis für Könige

 

Rezept des Monats

Moamba de Galinha
Hähnchen in Erdnusscreme


Foto von Ilídio Lacerda

Moamba da Galinha ist eines der beiden Nationalgerichte Angloas. Die Portugiesen, die hier seit 1483 erste Handelsposten errichteten, brachten Gewürze und auch Lebensmittel aus ihren anderen Kolonien ins Land. So ist die angolanische Küche heute eine Mischung aus traditionellen Elementen mit portugiesischer und vor allem brasilianischer Küche. Fürs Original-Moamba verwendet man Okraschoten. Man kann aber, falls man diese nicht bekommt, auch andere Gemüse verwenden.

zum Rezept

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