In der Klosterkirche von Alcobaça sind zwei Sakropharge so aufgestellt, dass sie sich an den Fußenden gegenüberstehen. Und das hat seinen Grund: In der Überlieferung heißt es, die beiden Verstorbenen warten so auf ihre Auferstehung am Tag des jüngsten Gerichts. Denn wenn es soweit ist, können sie sich sofort wieder gegenüber treten. In den steinernen Särgen liegen der König Dom Pedro I. und die Edeldame Inês de Castro - sie sind das Paar in einer sagenumwobenen Liebesgeschichte, sozusagen die portugiesische Version von Romeo und Julia.

"Fado"- ein Eifersuchtsdrama des deutschen Regisseurs Jonas Rothlaender wurde in Deutschland und Portugal produziert und gedreht.
Der SPIEGEL schreibt: "Die Hauptfigur in Jonas Rothlaenders Spielfilmdebüt "Fado", der junge deutsche Arzt Fabian, erlebt in Lissabon seine ganz eigene Spielart der saudade. Er weiß: Sein Liebesglück wird sich niemals erfüllen."

Seit dem Abend des 3. September 2016 brennt es am höchsten Berg der Algarve, dem Foia. Der Ort Monchique direkt ist nicht betroffen, die Flammen breiteten sich gegen Süden und Westen aus.

Derzeit (Stand 4.9.2016, 17:00 Uhr sind mehr als 400 Feuerwehrleute mit 126 Fahrzeugen im Einsatz, dazu mittlerweile 9 Löschflugzeuge/Helikopter.

Aus gegebenem Anlass:

Allein am 16. Oktober 2017 waren in Portugal über fünfhundert Brände zu verzeichnen, insgesamt mehr als 60 Todesopfer zu beklagen und immer noch Menschen vermisst. Dörfer müssen evakuiert werden. manche sind von Flammen eingeschlossen; teilweise fiel die Wasserversorgung aus. Mehr als 6.000  Feuerwehrmänner aus dem gesamten Land waren im Einsatz. In den betroffenen Regionen fehlt es immer noch an allen Ecken und Enden.  

Die Betreiberfirma aller Multibanco-Automaten in Portugal, SIBS, hat schon seit vergangenem Jahr an allen 12.500 Geldautomaten die Möglichkeit eingerichtet, eine Spende für die bombeiros oder/und die Opfer der verheerenden Waldbrände dieses Jahres zu entrichten. Man benötigt dafür lediglich eine Bankkarte. 

Und wie geht's?

  • PIN eingeben
  • auf Ser Solidário klicken
  • gewünschten Betrag auswählen

Die Spende geht direkt an die Caritas, um die Opfer zu unterstützen oder auf das Konto der Liga der portugiesischen Feuerwehr (Liga dos Bombeiros Portugueses).
Wer zusätzlich seine Steuernummer eintippt, kann den Spendenbeleg bei der Steuererklärung einreichen. 

Man kann außerdem bei der örtlichen Feuerwehr Mitglied werden und so helfen Oder aber - für die Algarve - hier spenden: AIF - Alerta de incêndio florestal - Forest Fire Alert!

 

Kultur

Cataplana: Typisch Algarve!

In Spanien ist es die Paella, in Asien der Wok, in Marokko die Tajine und in Portugal die Cataplana – jeweils das Kochgerät für das typische Gericht des Landes. Aber ist die Cataplana typisch für ganz Portugal?Nein. Die Heimat dieser seltsamen "Doppelpfanne" aus Kupfer oder verzinktem Blech ist eindeutig und regional begrenzt auf die Algarve, selbst wenn man sie als Spezialität gelegentlich auch in Lissabon oder Porto finden kann.


Der Autor Christoph ist stolz auf seine Cataplana           Foto: Monika Wildenburg

"Cataplana: Name für ein traditionelles Kochgerät, eine Familie von Gerichten und eine Besonderheit der Algarve“ – eine solche oder ähnliche Beschreibung ist in fast jedem Reiseführer zu finden. In seinem bemerkenswerten Buch "Fische der Algarve" schreibt Nico Böer hingegen: "Für wahrscheinlicher halte ich, dass die Cataplana eine Erfindung des Tourismusministeriums für ahnungslose Urlauber und Reste verwertende Köche ist."

Sicher ist: Cataplanas sind in der Algarve-Küche beliebt und Cataplana-Gerichte schmecken in der Regel ausgezeichnet. Dabei sind Kombinationen von Muscheln, Fisch, Gambas, Tintenfisch und Ähnlichem, mit Paprikawurst, Schweinefleisch, Gemüse (Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Paprika), Olivenöl und Kräutern verbreitet. In einigen Restaurants werden Cataplanas mit (Wild-)Kaninchen, Tauben oder anderem Geflügel angeboten. Diese ungewöhnlichen Kombinationen lassen eine lange Tradition vermuten. 


Woher stammt die Caraplana?           Foto: Monika Wildenburg

Die Suche nach dem Ursprung der Cataplana

Um herauszufinden, seit wann es die Cataplana an der Algarve gibt, schaue ich in die ältesten Kochbücher (1933 und 1961) zur portugiesischen Küche, die sich in meinem Besitz befinden. In keinem wird die Cataplana auch nur erwähnt. Allzu alt scheint die Tradition demnach nicht zu sein. Vielleicht, so denke ich, findet sich etwas in dem dicken Klassiker "Cozinha Traditional Portuguesa“ von Maria de Lourdes Modesto (1982). Und siehe da: In dem umfangreichen Kapitel "Algarve" findet sich ein einziges (!) Cataplana-Gericht: Amêijoas na Cataplana. Und ein spannender Hinweis: "Die Cataplana wurde früher von Jägern benutzt, die darin ihre Mahlzeiten auf der Glut, die sie auf dem Boden entfachten, kochten. Man weiß auch, dass sie genauso in der Beira Baixa unter dem Namen 'Prussiana' ('Preußin') benutzt wurde, ein Name, den man auch in der Algarve kennt."

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