Leben in Portugal

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Leben in Portugal

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  • Maria Fidalga - Der Pakt mit dem Teufel

    Wer sich mit dem Teufel verbindet,
    der sollte nicht überrascht sein, wenn er sich selbst in der Hölle wiederfindet. 


    © Dieter Gropp, (*1937), deutscher Lyriker und Aphoristiker


    Der Legende nach machte sich ein Edelmann aus Arcos de Valdevez auf die Suche nach dem Ring seiner Frau. Er war misstrauisch und zweifelte bereits an ihrer Treue. Er hatte von der Hexe Maria Fidalga und ihren Fähigkeiten gehört und stattete ihr zusammen mit seinem dunkelhäutigen Diener einen Besuch ab. In Monte d'Assaia angekommen, wurden sie bereits von der Kräuterhexe empfangen. Sie sagte ihren Besuchern, dass sie erst am nächsten Morgen wieder abreisen könnten. Denn erst um Mitternacht würde sie vom Teufel persönlich die ersehnten Antworten erhalten.

  • Das portugiesische Wichtel-Trio: Fradinho da mão furada, Zanganito und Trasgus

    Das portugiesische Wichtel-Trio: Fradinho da mão furada, Zanganito und Trasgus

    Wie in anderen Ländern findet man auch in Portugal in mündlich überlieferten Sagen und Legenden des Mittelalters zahlreiche mysthische Wesen: Die Menschen waren noch fromm und gläubig, die Kirche mächtig und das eigene Seelenheil hing ständig am seidenen Faden. In Portugal existieren gleich drei Wichtelarten, die fest im Aberglauben der Menschen verankert sind: Fradinho da mão furada, Zanganito und Trasgus.
    Der "Fradinho da mão furada" (= wörtlich Mönchlein mit der durchbohrten Hand) war vor allem während seiner Hochphase im Mittelalter, in vielen Häusern zu finden.

    Wie alle Wichtel trugen sie stets eine rote Zipfelmütze. Sie waren den Hausbesitzern nicht immer wohlgesonnen. Oft schlüpften sie durchs Schlüsselloch ins Schlafzimmer und machten es sich dann auf den Menschen gemütlich. Waren sie besonders dreist, sprangen sogar auf ihnen herum. So sorgten sie dafür, dass die Menschen um den Schlaf kamen oder mit Alpträumen gequält wurden.

    António José da Silva (1705-1739) schrieb folgendes über den Fradinho da Mão Furada in seinem gleichnamigen Buch:
    "Die einen nennen mich Diabinho da Mão Furada (= wörtlich: Teufelchen mit dem Loch in der Hand), die anderen "Mönchlein" aus dem einfachen Grund, weil einige von

  • Leben in Lissabon - zwei Reihen des Deutschlandfunks

    Absolut lesenswert sind zwei jeweils fünfteilige Artikelserien des Deutschlandfunks. Die eine beschäftigt sich mit dem "afrikanischen Lissabon", die andwre (bereits im März erschienen), mit dem Thema "Alt sein in Lissabon".

    Das afrikanische Lissabon

    Alt sein in Lissabon

  • Muttertag

    Im Gegensatz zu Deutschland, wird in Portugal nicht am zweiten Sonntag, sondern bereits am ersten Maisonntag Muttertag gefeiert.

    Das war aber nicht immer so.

    Früher feierte man diesen in Portugal am 8. Dezember (Imaculada Conceição/Mariä Empfängnis),
    wurde jedoch zu Ehren der Jungfrau Maria in den Mai verlegt. (siehe: Marienerscheinung in Fátima)

  • Die Türe pega-gordo im Kloster von Alcobaça

    Das 1153 gegründete Zisterzienserkloster der "Heiligen Maria von Alcobaça" zählt nicht nur zum Weltkulturerbe der UNESCO, sondern beherbergt auch eine Kuriosität - "a porta pega-gordo".

    Wie in vielen anderen Klöstern, lebte es sich trotz Armutsgelöbnis früher recht gut in einem Kloster. Schließlich waren die Mönche auch gute Landwirte und so mangelte es ihnen nicht an Lebensmitteln. Der englische Schriftsteller William Thomas Beckford schrieb in seinem Buch "Recollections of the Monastery of Alcobaca and Batalha" (1835) über die Üppigkeit der Speisen: "the kitchen, then one of the finest temples of gluttony in Europe". Demnach blieb es nicht aus, dass die Mönche an Gewicht zunahmen und träge wurden.

    Der Abt des Zisterzienserklosters schob dem ganzen einen Riegel vor und ließ die zwei Meter hohe Verbindungstüre zwischen Speisesaal und Küche auf gerade mal 32 Zentimeter schmälern. Schließlich gilt Völlerei als eine der sieben Todsünden in der katholischen Kirche.

    In Alcobaça musste sich jeder einzelne Mönch nun durch diesen schmalen Spalt begeben, um seine Mahlzeit aus der Küche zu holen. All diejenigen, die es nicht schafften, wurden gezwungenermaßen einer Hungerkur unterzogen. Daher auch der Name dieser Türe - "a porta pega-gordo" - die Türe, an der "Dicke hängen bleiben".

  • Bist du wirklich Portugiese?

    Diese Frage lässt sich heutzutage ganz leicht anhand der Genetik herausfinden. Denn die Nachfahren der Lusitanier sind die einzigen weltweit, deren Abstammung tatsächlich genetisch nachzuweisen ist. Zusammen mit dem Gen A26-B38-DR13, welches als das älteste nachgewiesene Gen der gesamten Menschheit gilt, ist das Gen A25-BIS-DR2 nur in einem einzigen Volk auf der Welt nachzuweisen: den Lusitaniern und ihren Nachkommen, eben den Portugiesen. 

    Als möglicher Grund wird die Tatsache angegeben, dass sich die Lusitaner über 200 Jahre lang erfolgreich gegen die römische Invasion zur Wehr setzten. Sie galten als stolze Krieger. Ihre Häuser bauten sie in abgelegenen Gegenden und schützten diese, indem sie hohe schwer einzunehmende Mauern um ihre Dörfer zogen. Erst die Ermordung von Viriatus (* um 180 v. Chr., † 139 v. Chr.), Portugals berühmtesten Lusitaner, brachte dem Römer Servius Sulpicius Galba den lang ersehnten Sieg.

     

  • Morabitino - Portugals 1. Währung

    Der Morabitino gilt als die erste portugiesische Währung und ist abgeleitet von dem Namen der in Europa als Almoraviden (arabisch المرابطون‎, DMG al-Murābiṭūn, Singular مرابط‎ / Murābiṭ) bekannten

  • Marienerscheinung in Fátima

    Die Legende berichtet, dass die Madonna am 13. Mai 1917 den drei Hirtenkindern auf einem freien Feld in der Nähe von Fátima erschien.

    Gegen Mittag, nachdem die Kinder wie üblich ihren Rosenkranz gebetet hatten, spielten sie wie immer und bauten kleine Häuser aus den herumliegenden Steinen (heute der Standort der Basilika), während sie weiter auf die Herde aufpassten. Plötzlich flackerte ein helles Licht, und die Kinder nahmen fälschlicherweise an, dass es sich dabei um einen Blitz handelte. Sie machten sich also daran, schnellstmöglichst die Tiere zusammenzutreiben, um zurück ins Dorf zu eilen. Doch gleich darauf umhüllte das gleißende Licht die Umgebung und die Kinder sahen überhalb einer kleinen Steineiche (heute Erscheinungskapelle) "eine Senhora, die heller schien als die Sonne" und die einen weißen Rosenkranz in den Händen hielt.

     
    Die drei Kinder von Fátima: Jacinta Marto (7), Lúcia dos Santos (10)
    und Francisco Marto (9, von links nach rechts)

  • Vier Tage nur mit Öko-Strom

    Portugal hat vorgemacht, wovon andere Länder nur träumen: Ganze vier Tage lang - genauer: 107 Stunden - ist das gesamte Land ausschließlich mit erneuerbarer Energie ausgekommen. 

    Der portugiesische APREN gab bekannt,

  • Mautgebühr auf den SCUT-Autobahnen wird gesenkt

    Das portugiesische Parlament hat am 6. Mai 2016 dem Vorschlag der sozialistischen Regierungspartei (PS) zugestimmt, die Mautgebühren auf den ehemaligen SCUT-Autobahnen (diese Abkürzung steht für sem cobrança ao utilizador - "ohne Belastung des Nutzers". Die Straßen wurden mit EU-Mitteln gefördert.) zu senken. Es ist noch nicht entschieden, wann die neue Regelung in Kraft tritt und wie hoch die Preissenkung sein wird.

    Neben der viel befahrenen A 22 zwischen Faro und Lagos, die so genannten Via do Infante,sind noch weitere Autobahnen in Portugal von dieser neuen Regelung betroffen: 

  • "Amor pelos dois": Portugal gewinnt zum ersten Mal den European Song Contest

    Eine Jazzballade, gesungen von Salvador Sobral und komponiert von dessen Schwester Luisa, ist der Gewinner des diesjährigen European Song Contest. Es ist der erste Sieg Portugals nach knapp 50 Jahren Teilnahme am ESC.  Das kleine Liebeslied, ohne großen Aufwand auf einer kleinen Bühne und ohne unspektakuläre Show dargeboten, eroberte sowohl die Herzen der Zuschauer beim Televoting wie den Sachverstand der nationalen Jurys bei den 42 teilnehmenden Ländern. 

    Und der Text? Schlicht und zu Herzen gehend. Emotion pur - und genau das sind auch die Worte, die Salvador Sobral über seinen Sieg sagt: "Wir leben in einer Zeit der austauschbaren Musik, der Fastfood-Musik. Aber Musik ist Gefühl, nicht Feuerwerk. Lasst uns versuchen, das zu ändern und die Musik wieder zurückbringen."

  • Verstärkte Grenzkontrollen während des Papstbesuchs

    Zum 100jährigen Jubiläum des Wunders von Fátima befindet sich Papst Franziskus in Portugal auf Staatsbesuch in Portugal. Aus Sicherheitsgründen ist deshalb das Schengener Abkommen vom 10. Mai bis 14. Mai 2017 außer Kraft gesetzt.

    Das bedeutet, die Grenzen sind im Prinzip "geschlossen", auch EU-Bürger müssen bei der Einreise ihren Pass (oder Personalausweis) vorzeigen können.

Rezept des Monats

 Bife à Marrare
Steak Marrare

Foto von Ilídio Lacerda

Namensgeber des Gerichts ist der Koch Marrare. Er stammte aus Galizien und hatte Anfang des 20. Jahrhundert das Restaurant "O Marrare das sete portas" in der Baixa von Lissabon. Das Geheimnis des Rezepts war und ist die spezielle Soße.

Zutaten
4 Steaks
4 EL Butter
4 Knoblauchzehen
1/4 l Sahne
Zitronensaft
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
1. Einen Esslöffel Butter in einer feuerfesten Tonpfanne erhitzen, die Knoblauchzehe dazu geben.
2. Die Steaks einzeln in der Pfanne beidseitig anbraten.
3. Knoblauch entfernen. Salzen und pfeffern.
4. Nach und nach geben die Sahne und kleine Stücke Butter hinzu geben. Dabei...

zum Rezept

Kultur

Portugal der 1940er Jahre - neue Reihe im Deutschlandfunk

Portugal hatte im zweiten Weltkrieg einen neutralen Status inne - zumindest offiziell. Das führte dazu, dass Lissabon nicht nur als sicherer Hafen galt, wo Tausende auf die Passage nach Übersee warteten. Sondern es war auch Anlaufstelle und Sammelbecken für verfolgte Intellektuelle, Schriftsteller und jüdische Flüchtlinge aus ganz Europa. Dazu kamen noch die Agenten diverser Geheimdienste aus Großbritannien, Frankreich, den USA und Russland,, ja auch aus Nazi-Deutschland, die sich in der portugiesischen Hauptstadt tummelten.

"Die Spuren" - so schreibt Tilo Wagner, Autor des Deutschlandfunks - "sind in der Stadt heute noch zu finden." In fünf Teilen schildert er das Leben in Portugal in den 1940er Jahren.

Teil  1: Lissabon, Stadt der Schlapphüte

 Teil 2: Als Deutsche in Lissabon

 Teil 3: Wie man mit Visa Leben rettet

 Teil 4: Das Dorf der blonden Frauen

 Teil 5: Eis für Könige

D. Pedro I, der Grausame und Gerechte

In der Klosterkirche von Alcobaça sind zwei Sakropharge so aufgestellt, dass sie sich an den Fußenden gegenüberstehen. Und das hat seinen Grund: In der Überlieferung heißt es, die beiden Verstorbenen warten so auf ihre Auferstehung am Tag des jüngsten Gerichts. Denn wenn es soweit ist, können sie sich sofort wieder gegenüber treten. In den steinernen Särgen liegen der König Dom Pedro I. und die Edeldame Inês de Castro - sie sind das Paar in einer sagenumwobenen Liebesgeschichte, sozusagen die portugiesische Version von Romeo und Julia.

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Pinnwand

António Costa tauscht vier Kabinettsminister aus

Ein Jahr vor den Parlamentswahlen in Portugal hat Ministerpräsident António Costa vier Minister in seinem Kabinett ausgetauscht.
Neuer Verteidigungsminister ist seit 15. Oktober 2018  durch João Gomes Cravinho (vorher Azeredo Lopes). Als Wirtschaftsminister wurde Pedro Siza Vieira vereidigt (vorher: Manuel Caldeira). Im Gesundheitsministerium ist jetzt eine Frau tonangebend: Marta Temido (vorher: Adalberto Campos Fernandes) - ebenso im Kulturministerium. Dort übernahm die Juristin Graça Fonseca die Amtsführung (vorher: Luís Filipe Castro Mendes). Mit diesen Änderungen sind im 21. Kabinett Portugals fünf Frauen vertreten (über 30 Prozent). Alle neuen Minister*innen wurden bereits vom portugiesischen Staatspräsidenten Marcelo Rebelo de Sousa vereidigt. 

Aktuelle Infos zum Feuerrisiko

Jeweils aktuell und für jeden Landkreis abrufbar:


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Kann denn Fado fade sein

Das "Portugalbuch", das lange vergriffen war, ist nun wieder neu aufgelegt: erweitert, ergänzt. aktualisiert. 

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